Allgemeine Segelanweisung

Wettfahrtleitung: Marcus Boehlich (SVAOe)
Wettfahrtleitung Schärenkreuzer: Hubert Miehe (KYC)
Jury: NN


1. Bahnen sowie Start- und Ziellinie
Siehe „Ergänzende Segelanweisung“ für die jeweiligen Einzelwettfahrten und Steuermannsbesprechung.

2. Regeln
Die Regatta wird nach den Wettfahrtregeln der ISAF (WR) gesegelt. Es gelten weiterhin die Zusätze des DSV, die Ordnungsvorschriften „Regattasegeln” des DSV sowie die unten aufgeführten besonderen Anweisung des „Freundeskreis Klassische Yachten“. Die Teilnehmer müssen gegenüber dritten Fahrzeugen, insbesondere der Berufsschifffahrt, die gesetzlichen Regelungen beachten!

3. Klasseneinteilung
Die Einteilung in Gruppen von vergleichbaren Schiffen erfolgt durch die Wettfahrtleitung nach Eingang der Meldungen. Die Startgruppen und Startreihenfolge werden auf der Steuermannsbesprechung angegeben.
Beachten Sie im Falle einer Startverschiebung die entsprechende Verschiebung Ihrer Startzeit. Führen Sie bitte auch den Zahlenwimpel Ihres Starts am Achterstag.

4. Startnummern
Jeder Schiffsführer erhält im Regattabüro eine Startnummer. Diese ist deutlich sichtbar an der Steuerbordseite an jeder Yacht anzubringen – möglichst an der Seereling oder dem Aufbau, jedoch nicht auf dem Kajütdach. Yachten, die beim Zieldurchgang keine Teilnehmernummer führen, können nicht gewertet werden.

5. Startverfahren
Anmeldung: Alle teilnehmenden Schiffe zeigen an ihrer Steuerbordseite vor dem ersten Ankündigungssignal dem Startschiff ihre Meldenummer, indem sie mit ihrer Steuerbordseite an der Steuerbordseite des Startschiffes vorbeisegeln.
Die Startgruppen starten am Freitag im 5-Minuten-Abstand.

Achtung! Am Sonnabend wird im im Zehn-Minuten-Abstand gestartet.
Yachten, die noch nicht zum Start aufgerufen sind, haben sich unbedingt in der laufenden Startphase von dem Startschiff, der Starttonne, der Startlinie und den startenden Yachten freizuhalten.

6. Frühstart
Ein Frühstarter kann sich durch Neustart entlasten, wenn er völlig frei von anderen Schiffen ist. Zu beachten ist dabei unbedingt, dass eine der Startmarken (Schiff oder Tonne) zu runden ist und dass ein umkehrendes Schiff den Startbereich seitlich verlassen muss. Frühstart führt ansonsten wie auch ein Start in der falschen Startgruppe zur Disqualifikation.

7. Ersatzstrafen
Ein Boot, das gegen eine Regel aus Teil 2 der WR verstoßen hat, kann sich durch eine Ersatzstrafe entlasten. Abweichend von Regel 44.1 besteht sie in einer vollen 360°-Drehung einschl. einer Wende und einer Halse.
Nach Berührungen einer Bahnmarke kann sich der Teilnehmer gemäß Regel 31.2 durch eine 360°-Drehung einschl. einer Wende und einer Halse entlasten.

8. Bahnverkürzung/Abbruch der Wettfahrt
Die Bahnverkürzung bzw. der Abbruch der Wettfahrt wird entsprechend den Wettfahrtsignalen (WR) signalisiert. Die Wettfahrtleitung kann die Wettfahrt ohne vorherige Ankündigung an jeder Bahnmarke beenden. Im Falle extremer Wetterbedingungen wird der sofortige Abbruch der Wettfahrt durch drei Schuss Blitz/Knall signalisiert.
Gibt ein Regattateilnehmer die Wettfahrt auf, muß er die Nationale setzen und darf die Ziellinie nicht überqueren. Bitte bei Abbruch der Wettfahrt unbedingt die Wettfahrtleitung bzw. das Regattabüro informieren.

9. Proteste
Proteste sind bereits beim Zieldurchgang mit gesetzter Protestflagge am Zielschiff bekanntzugeben. Protestgegner sind unmittelbar nach dem Protestvorfall zu informieren. Die Frist für Protesteinreichungen bei der Regattaleitung beträgt 60 Minuten nach Zieleinlauf.

10. Koordination/Kommunikation
Allgemeiner Sprechfunk- und Anrufkanal: UKW, Kanal 77.

11. Haftung und Sicherheit:
Jeder Schiffsführer ist für die Sicherheit seines Fahrzeugs sowie der Mannschaft selbst verantwortlich. Dies gilt auch für den seetüchtigen Zustand und die Eignung des Fahrzeugs für das Fahrtgebiet. - Die Wettfahrtleitung übernimmt keinerlei Haftung für Schäden und Unfälle aller Art und deren Folgen.

12. Wertung
Alle Schiffe erhalten auf der Grundlage einer Formel, in die neben Länge, Breite und Segelfläche auch Wasserlinienlänge, Tiefgang und Verdrängung eingehen, einen Zeitkorrekturwert, mit dem die berechnete Zeit ermittelt wird. Dieser „Klassiker-Rennwert” KLR findet bei allen Wettfahrten Anwendung. Proteste dagegen sind nicht zulässig. Bei Fragen, Unklarheiten oder fehlenden Angaben ist die jeweilige Wettfahrtleitung rechtzeitig vor dem Start zu informieren.

13. Preise
Gewertet werden die Ergebnisse nach berechneter Zeit von zwei bis drei Kurzwettfahrten am Freitag nach dem Low-Point-System, d.h. 1 Punkt für den 1. Platz, 2 Punkte für den 2. Platz usw.in den jeweiligen Gruppen. Die Sonnabend-Wettfahrt wird gesondert gewertet. Neben Gruppenpreisen gibt es verschiedene Sonderpreise.

14. Änderungen dieser Segelanweisungen
Änderungen werden am „Notice Board“ ausgehängt. Es befindet sich am Regattabüro.

Ergänzende Segelanweisung für die Freitagswettfahrten

Ergänzende Segelanweisung für die Langstrecke am Sonnabend

Ergänzende Segelanweisung für die Freitagwettfahrten der 12mR-Yachten